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Infektiöse Anämie zieht weite Kreise bei Rennpferden

Im Zuge der epidemiologischen Ermittlungen zu den Ausbrüchen der Equinen Infektiösen Anämie (EIA) auf Grund von Blutplasmaübertragungen in einer Pferdeklinik in NRW wurde auch ein Kontaktpferd von der Pferderennbahn in Köln ermittelt.

Daraufhin ist die gesamte Rennbahn vom zuständigen Veterinäramt entsprechend der Verordnung zur Bekämpfung der EIA gesperrt worden. Nun müssen über 300 Rennpferde untersucht werden und dürfen das Gelände nicht verlassen. Durch die Streichung von Rennterminen wird der Verlust auf Grund entgangener Preisgelder in Millionenhöhe geschätzt. Insbesondere die Stute Danedream, welche im vorigen Jahr den Prix de l'Arc de Triomphe mit 2,28 Millionen Euro gewinnen konnte, kann wegen der Bestandssperre nicht an der diesjährigen Titelverteidigung in Paris teilnehmen und somit kein Geld verdienen.

Deutschlandweit müssen 2445 Kontaktpferde sowie deren Stallgefährten serologisch auf EIA untersucht werden. Darunter befinden sich auch 67 Vollblüter in Sachsen und 6 in Thüringen.

Bis zum 5. Oktober 2012 sind in diesem Jahr in Deutschland mittlerweile 12 Pferde an EIA eingegangen oder mussten getötet werden. Es bleibt nur zu hoffen, dass es nicht noch mehr werden.