Startseite Schweinegesundheit Treffpunkt Schweinegesundheit 2016 - Veranstaltungsnachlese

Veranstaltungsnachlese zum „Treffpunkt Schweinegesundheit“ am 9.11.2016 im Rittergut Limbach

Zum nunmehr 5. Mal lud der Schweinegesundheitsdienst der Sächsischen Tierseuchenkasse am 9.11.2016 interessierte Tierhalter und Tierärzte in den Saal des Rittergutes Limbach ein.

Frau Dr. Klepsch, Geschäftsführerin der Sächsischen Tierseuchenkasse informierte die Anwesenden in der Begrüßung über den Stand der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest in EU-Ländern.

Im ersten Vortrag sprach Herr Prof. Uwe Rösler zum Thema: „Richtige“ Desinfektion – Warum die Wirksamkeitsprüfung und richtige Anwendung von Desinfektionsmitteln auch zur Resistenzbekämpfung wichtig ist. Prof. Rösler ist Leiter des Instituts für Tier- und Umwelthygiene des Fachbereiches Veterinärmedizin der Freien Universität Berlin und Vorsitzender des Ausschusses „Desinfektion“ der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft (DVG). Er betonte besonders die Wichtigkeit einer gründlichen Reinigung im Vorfeld der Desinfektion, um die Keimmengen zu reduzieren, da alle Desinfektionsmittel nur in der Lage sind, eine gewisse Menge an Keimen abzutöten. Die einzelnen Desinfektionsmittelgruppen wurden mit ihren Vor- und Nachteilen vorgestellt. Weiterhin erläuterte Prof. Rösler die Desinfektionsmittelprüfung, die DVG-gelistete Produkte durchlaufen müssen und ging abschließend auf mögliche Resistenzen gegen Desinfektionsmittel ein.

Zum Thema „Antibiotikamonitoring in Deutschland: Ein Ziel - mehrere Wege“ sprach Herr Prof. Walther Honscha vom Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig. Schwerpunkte des Vortrags waren die verschiedenen Monitoringsysteme zur Erfassung des Antibiotika-Verbrauchs in der Veterinärmedizin und die Gründe für deren unterschiedliche Ergebnisse.

In der Pause gab es bei einem Imbiss Gelegenheit zum fachlichen Austausch.

Nach der Pause stellte Frau Dr. Christina Veit vom Institut für Tierschutz und Tierhaltung  des Friedrich-Loeffler-Institutes „Das Schwanzbeiß-Interventionsprogramm (SchwIP)“ vor. Mit Hilfe dieses software-basierten Programms kann betriebsindividuell eine Schwachstellenanalyse erfolgen, um Risikofaktoren, für das Auftreten von Schwanzbeißen zu ermitteln. Dieses Programm gibt es sowohl für die Mast als auch die Aufzucht.

Im letzten Vortrag gab Frau Dr. Daniela Haser, Schweinegesundheitsdienst der Sächsischen Tierseuchenkasse einen Ausblick auf „neue Programme und Projekte 2017“. Mit dem „Präventionsprogramm Schwanzbeißen“ wird der SGD unter Einbeziehung des SchwIP-Programms und der sächsischen „Checkliste zur Vermeidung von Verhaltensstörungen (Schwanzbeißen)“  individuelle Risikofaktorenanalysen in betroffenen Betrieben durchführen.

Ziel ist es, praktikable Lösungsvorschläge zu erarbeiten, um künftiges Auftreten von Schwanz- und Ohrrandnekrosen bzw. Schwanz- und Ohrbeißen zu verhindern.

Die Vorträge der Veranstaltung finden Sie hier:


icon „Richtige“ Desinfektion – Warum die Wirksamkeitsprüfung und richtige Anwendung von Desinfektionsmitt (9.94 MB)

icon Antibiotikamonitoring in Deutschland Ein Ziel – Mehrere Wege (1.93 MB)

icon Neues aus der Sächsischen Tierseuchenkasse (914.24 kB)

icon Das Schwanzbeiß- Interventions-Programm (1.86 MB)